Gesundheit
Schon geringe Mengen Zimt senken den Blutzuckerspiegel
Speziell für Diabetiker: Aachener Autorenduo legt erstes Rezeptbuch für Diabetiker mit 40 Zimtrezepten vor
(6. November 2006): Jetzt ist im Knaur Verlag das erste Zimtrezeptbuch speziell für Diabetiker erschienen, denn das Weihnachtsgewürz senkt den Blutzuckerspiegel. Zimt ist der bisher effektivste natürliche Helfer zur Senkung erhöhter Blutzuckerwerte. Der erfahrene Ratgeber-Autor und ausgewiesene Ernährungsexperte Sven-David Müller-Nothmann hat für die wissenschaftliche Auswertung von Studien die junge diplomierte Ernährungswissenschaftlerin Irina Baumbach hinzugezogen. Sie hat mit ihm die momentan weltweit verfügbare wissenschaftliche Fachliteratur zu Zimt zusammengefasst und mit diesem Ratgeber erstmals Diabetikern zugänglich gemacht, erläuterte Müller-Nothmann das Buchkonzept. Ich selbst habe für Diabetiker 40 leckere Rezepte mit Zimt kreiert und in meiner Versuchsküche erprobt, erläuterte Müller-Nothmann. Nachdem die blutzuckersenkende Wirkung von Zimt weltweit genauso anerkannt ist wie der blutfettsenkende Effekt von Omega-3-Fettsäuren, die arterioskleroseschützende Wirkung von Knoblauch oder die Depressionshemmung durch Johanniskraut, war es mein Ziel, Diabetikern zu helfen, das Gewürz, das zu Süßem und Deftigem passt, in den täglichen Speiseplan einzubauen. Sven-David Müller-Nothmann ist ausgebildeter Diabetesberater der Deutschen Diabetes Gesellschaft und hat in dieser Funktion jahrelang an der Universitätsklinik Aachen gearbeitet. Die Ernährungswissenschaftlerin Irina Baumbach beschäftigte sich bereits in ihrer Diplomarbeit an der Friedrich-Schiller-Universität in Jena mit den gesundheitsförderlichen Effekten von sekundären Pflanzenstoffen. In Zimt sorgen sekundäre Pflanzenstoffe für die Blutzuckersenkung. Mit dem Einsatz von nur einem Teelöffel Zimt täglich lässt sich nachweislich der Speiseplan blutzuckerfreundlich gestalten. Der Ausspruch des Vaters der modernen Medizin und Diätetik Hippokrates „Lasst Eure Nahrungsmittel Eure Heilmittel und Eure Heilmittel Eure Nahrungsmittel sein!“ trifft auf Zimt in besonderem Maße zu, denn das Gewürz senkt neben dem Blutzucker nachweislich das arterioskleroseförderliche LDL-Cholesterin und hat viele weitere Effekte auf die Gesunderhaltung. Nachdem Erfolgsautor Sven-David Müller-Nothmann, der selbst seit Februar 1976 Diabetiker ist, schon den Diabetikerbestseller Zimt gegen Zucker herausgebracht hat, ist das neue Ratgeberkochbuch Zimt gegen Zucker – Das Rezeptebuch (Knaur Verlag, ISBN 13-978-3-426-64452-2, 7,95 Euro) eine wichtige Ergänzung für Diabetiker, die nach erprobten Zimtrezepten suchen, die gesund sind, schmecken und sogar beim Abnehmen helfen können. Weitere interessante Informationen und kostenlose Diabetesberatung unter http://www.zuckerberatung.de sowie http://www.svendavidmueller.de.
Redaktionsservice: Rezensionsexemplare können unter info@svendavidmueller.de oder 0177-2353525 angefordert werden. Die Autoren stehen fürr Interviews gerne zur Verfügung
Autor:
Sven-David Müller-Nothmann
Zipperlein durch minimalen Fleischkonsum lindern: Buchneuerscheinung "Ernährungsratgeber Gicht" Die Purinstoffwechsel-Krankheit Gicht ist durch eine angepasste Ernährungsweise gut beherrschbar
(Aachen – 31. Oktober 2006): Früher war die Gicht als Zipperlein bekannt und zur Ernährungstherapie dieser Wohlstandserkrankung haben die Ernährungsspezialisten Christiane Weißenberger und Sven-David Müller-Nothmann jetzt ein Buch herausgegeben. In Deutschland leiden mindestens 1,6 Millionen Menschen an Hyperurikämie und Gicht. Im „Ernährungsratgeber Gicht“ beschreiben sie die Möglichkeiten durch eine unkomplizierte Umstellung der Ernährungsweise von „fleischlastig“ auf eine vegetarische Kost, die Milchprodukte und Eier zusätzlich erlaubt, den Harnsäurespiegel im Blut effektiv zu senken. Die Gicht ist das äußerst schmerzhafte Symptom einer deutlichen Erhöhung des Harnsäurespiegels. Harnsäure entsteht aus Purinkörpern, die insbesondere in Innereien, Kleinfischen, Fleisch und Wurstwaren sowie Sojaprodukten vorkommen. Durch eine extreme Purinkörperzufuhr oder eine Stoffwechselstörung kommt es zur Hyperurikämie. Dabei lagert sich Harnsäure in den Nieren sowie den Gelenken ab und das führt zu Schmerzen sowie einer Nierenfunktionsstörung, erläutert Sven-David Müller-Nothmann, der als Diätassistent an der Universitätsklinik Aachen über viele Jahre Hyperurikämiker beraten hat. Jeder fünfte Mann leidet an erhöhten Harnsäurewerten im Blut, Frauen hingegen leiden deutlich seltener unter der Erkrankung, was nicht zuletzt auch auf ihren geringeren Fleisch- und Alkoholkonsum zurückzuführen ist, erläutert Müller-Nothmann weiter. Alkohol hemmt die Harnsäureausscheidung und Bier ist für Hyperurikämiker sogar total ungeeignet, da es selbst auch noch Purinkörper enthält. In mehr als 60 leckeren Rezepten, die in der Versuchsküche von Christiane Weißenberger entstanden sind, zeigen die Autoren, dass auch bei Hyperurikämie und Gicht Genießen erlaubt ist. Das Buch ist auf 132 Seiten durchgehend vierfarbig gestaltet und bietet auf den Umschlagklappen einen Gicht-Risiko-Test, sieben klare Regeln gegen erhöhte Harnsäurewerte im Blut, einen Austauschplan, eine BMI-Grafik, die zehn besten Gerichte bei Gicht, die zehn schlechtesten Lebensmittel bei Gicht sowie Möglichkeiten zur Unterstützung einer harnsäure-senkenden Behandlung. Christiane Weißenberger, die als Diät- und Diabetesberaterin in einer diabetologischen Schwerpunktpraxis in Aschaffenburg arbeitet, hat mit Diätassistent Sven-David Müller-Nothmann 30 Tipps für das tägliche Leben und purinarme Muster-Tagespläne zusammengestellt. Der ausführliche Serviceteil bietet den Lesern Rat und Tat für ein schmerzfreies Leben. Das Geleitwort zum Ernährungsratgeber Gicht stammt von Professor Dr. med. Hubertus Wietholtz, Chefarzt der Medizinischen Klinik am Klinikum Darmstadt. Bibliografische Daten: Ernährungsratgeber Gicht, Sven-David Müller-Nothmann und Christiane Weißenberger, Schlütersche Verlagsanstalt Hannover, ISBN 3-89993-518-7, 12,90 Euro.
Redaktionsservice: Rezensionsexemplare können unter info@svendavidmueller.de oder 0177-2353525 angefordert werden. Der Autor steht für Interviews gerne zur Verfügung.
Autor:
Sven-David Müller-Nothmann
Allergiker müssen die Augen aufhalten!
Praktische Empfehlungen bei Nahrungsmittelallergien und Nahrungsmittelunverträglichkeiten
(Aachen – 10. November 2006): Grundsätzlich sind Allergien, Unverträglichkeiten und Intoleranzen sowie Abneigungen gegen Lebensmittel voneinander zu unterscheiden, wenn die diätetische Therapie wirksam sein soll, unterstrich im Oktober Diätassistent Sven-David Müller-Nothmann vom Zentrum für Ernährungskommunikation und -beratung (ZEK) bei einem Kongress im Karman-Auditorium der RWTH Aachen. Zudem gibt es verschiedene Allergietypen, wobei die meisten Nahrungsmittelallergien dem Sofort-Typ zugehörig sind. Diese sind IgE-vermittelt. Pseudoallergische Reaktionen gegenüber Lebensmittelinhaltsstoffen und/oder Lebensmittelzusatzstoffen sind selten. Nahrungsmittelallergien sind ebenfalls relativ selten. Viel häufiger sind Pollenallergien.
Lebensmittel, genauer die darin enthaltenen Proteine, die häufiger zu allergischen Reaktionen führen, sind nach Müller-Nothmann Fisch und andere Meeresfrüchte, Hühnereier, Milch, Nüsse, Soja sowie bestimmte Gemüsesorten und Kräuter. Zudem gibt es Kreuzallergien, die auch Lebensmittel(inhaltsstoffe) betreffen können. Bekannt ist die Sellerie-Karotten-Beifuss-Allergie. Die Ernährungstherapie einer Allergie besteht in der Karenz des Lebensmittels. Das kann zu Mangelernährung führen, wenn nicht diätetische Maßnahmen, eine ausgeklügelte Diätberatung durch Diätassistenten sowie gegebenenfalls die Substitution von bestimmten Mikronährstoffen erfolgen. Allergiker müssen die Karenz aber nicht in jedem Falle lebenslänglich durchhalten, machte Müller-Nothmann Hoffnung, Eine Provokationsdiät darf nur unter ärztlicher Aufsicht geschehen, da die Aufnahme des Allergens zu einem lebensgefährlichen anaphylaktischen Schock führen kann. In vielen Fällen ist eine Eliminations- und Provokationsdiät der Schlüssel zum diagnostischen Erfolg, denn andere Tests können falsch-positive und falsch-negative Ergebnisse erbringen.
Im Gegensatz zu Pseudoallergien sind klassische Allergien nicht dosisabhängig. Besonders häufig ist eine pseudoallergische Reaktion gegen den gelben Farbstoff Tartrazin (E 102). Neurodermitis ist keine allergische Erkrankung, aber diese Krankheit geht häufig mit Nahrungsmittelallergien, Pseudoallergien oder Nahrungsmittelunverträglichkeiten einher. Der Aufbau einer gesundheitsförderlichen Darmflora durch Probiotika zeigt bei Neurodermitis oft erstaunliche Erfolge. Eine Studie mit Brottrunk zeigte, dass die typischen Neurodermitis-Beschwerden wie Jucken und Hautreizungen deutlich zurückgingen. Müller-Nothmann empfahl den täglichen Konsum von 2 Gläsern Brottunk und die Einnahme von entzündungshemmendem Zink in Form des herausragend bioverfügbaren Zinkhistidin sowie Oligofruktose. Dieser Ballaststoff dient den probiotischen Bakterien des Brottrunks als Substrat und fördert ihren neurodermitis-lindernden Effekt.
Es gibt hitzestabile und hitzeinstabile Allergene. Daher müssen Kuhmilchallergiker genau wissen, auf welches Kuhmilch-Protein sie allergisch reagieren. Grundsätzlich sollten Patienten ohne exakte Diagnosestellung keine Lebensmittel weg gelassen, denn sonst droht schwerwiegende Mangelernährung, warnte Müller-Nothmann. Allergien gegen Zucker oder Salz sind nicht bekannt. Die Zöliakie ist wahrscheinlich keine Allergie. Die Therapie besteht in der lebenslangen Meidung von bestimmten Getreideeiweißen, die Bestandteil des Brotgetreides (Roggen, Gerste und Weizen), aber nicht von Hafer sind. Die Lebensmittelkennzeichnung hat sich in den vergangenen Jahren zu Gunsten von Allergikern und Menschen, die unter Unverträglichkeiten gegenüber bestimmten Nahrungsinhaltsstoffen oder Lebensmitteln selbst leiden, verbessert. Nicht eindeutig bewiesen ist, ob Glutamat zu allergischen oder ähnlichen Reaktionen führt – auch steht der Beweis des so genannten Chinesen-Restaurant-Syndroms aus.
Besonders häufig ist die Unverträglichkeit gegenüber Laktose. Es gibt verschiedene Formen der Laktoseintoleranz. In der Regel ist diese auf eine mangelhafte Bildung von Laktase zurückzuführen. In der Ernährungstherapie muss Laktose gemieden werden. Außerdem hat sich die Supplementation von Laktase bewährt. Solche Produkte gibt es preiswert in Drogerien zu kaufen. Inzwischen gibt es außerdem eine Reihe von milchzuckerarmen/-freien Milchprodukten, so dass Betroffene eine ausreichende Kalziumzufuhr gewährleisten können. Im ärztlichen Beratungsportal http://www.qualimedic.de beantworten Fachärzte kostenlos rund um die Uhr Fragen zu Allergien und Unverträglichkeiten.
Literatur:
Praxis der Diätetik und Ernährungsberatung, Hippokrates Verlag, 39,95 Euro
Autor:
Sven-David Müller-Nothmann
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